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3. Sterbetag

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70. Geburtstag

Heute hätte mein Vater den 70. Geburtstag gehabt. 

Alles Gute, wo immer du auch bist!

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gänzlich ungefragt

kam das licht am tag

gänzlich ungefragt kam ich

wie du und er und sie

gänzlich ungefragt und ohne poesie

bis wir

gänzlich ungefragt

gehn

und niemand weiß wohin

und ob wir je wieder sehn

licht am tag?

Gedicht von L.G.

Geburtstag

Heute wärst du 69 Jahre alt geworden! Das ist der zweite Geburtstag, den wir nicht mehr mit dir feiern können.
du fehlst …

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DAS WURDE AUS SIGRID KIRCHMANN

Am Anfang war die Mostbirnenschlacht

BENNO ZELSACHER, 28. Mai 2012, 21:29

Aus Sigrid Kirchmann, die 1993 in Stuttgart WM-Bronze im Hoch­sprung gewinnt und seit damals den österreichischen Rekord hält, wird Magister Doktor Sigrid Ortner-Kirchmann, die Turnen und Geografie lehrt

Schlierbach – „Je älter ich werde, desto lieber erinnere ich mich an die Vergangenheit. Es war eine wunderschöne, traumhafte Zeit, die ich im Sport verbringen durfte.“ Das neue Leben der Sigrid Kirchmann freilich ist auch nicht schlecht. Sie serviert Käse vom Bauern, frisches Gebäck und Kaffee. Vom Garten ihres Hauses in Schlierbach hat man einen wunderbaren Blick auf das hier breite Kremstal. Laura (5) eilt mit der Gießkanne von Blumentopf zu Blumentopf. Lisa (7) befindet sich in der Schule.

Die Mama, die schon laufen war in der Früh, hat gut zwei Stunden Zeit, über das Leben zu plaudern, das verflossene im Spitzensport und das gegenwärtige in der Familie. Laura macht am Nachmittag mit dem Kindergarten eine Exkursion nach Linz ins Brucknerhaus. Auf Sigrid Kirchmann (46) wartet der Job. Sie unterrichtet Turnen an den berufsbildenden Schulen in Kirchdorf. Geografie-Stunden hält sie heuer keine, die werden aber wieder dazukommen. „Der Turnunterricht ist für mich keine Arbeit, sondern Hobby, Leidenschaft, Liebe.“ Sie unterrichtet nur zehn Stunden in der Woche. „In der übrigen Zeit organisiere ich das Haus, den Haushalt, die Kinder, den Mann.“

Naturgemäß plaudert man über ihren großen Tag, den 21. August 1993. Es ist ein Samstag und passiert in Stuttgart. Kirchmann gewinnt mit der heute noch gültigen österreichischen Rekordmarke von 1,97 Metern WM-Bronze im Hochsprung. Es handelt sich um die erste österreichische Medaille bei einer Freiluft-WM.

Nachher gibt’s eine kleine Feier. Jürgen Ortner ist schon dabei, ihr damaliger Lebensgefährte und heutiger Ehemann. DER STANDARD auch. Und man erinnert sich an die Mostbirnen, die den Beginn ihres sportlichen Weges markieren. In Ebensee am Traunsee, wo sie aufgewachsen ist. „Es waren richtige Mostbirnenschlachten mit den Nachbarskindern. Man musste auch flink sein. Die Birnen sind ja sehr hart. Wenn man getroffen wird, tut es echt weh. Das hat die Beweglichkeit gefördert.“ Mit neun Jahren wirft sie den Schlagball 44 Meter weit. Und mit den Buben spielt sie Fußball.

Das Kind kommt in den Sportverein, zur Union Ebensee, der sie heute noch angehört. „In Österreich“, sagt sie, „ist alles nur Zufall.“ Und der will es, dass bei der Union ein engagierter Trainer werkt, Günther Lemmerer. Er ist vor zwei Jahren unverschuldet bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. „Das hat mich sehr getroffen. Ohne Günther hätte es mich nicht gegeben.“ Zum Spaß an der Bewegung gesellt sich der Ehrgeiz. Und aus der Allrounderin, die „aus der Laune heraus“ 1985 den – bis vor zwei Tagen gültigen Rekord im Siebenkampf (5944 Punkte) fixiert, wird eine Hochspringerin.

Zwei Erlebnisse wirken als Triebfedern. 1982 wird sie in Lille bei der Gymnasiade als 16-Jährige mit 1,82 m Zweite. Und 1984 befindet sie sich unter 20 österreichischen Nachwuchssportlern, die anlässlich der Olympischen Spiele 1994 zu einem Jugendlager nach Los Angeles eingeladen werden. „Ich komm ins Stadion und seh Ed Moses laufen. Da hab ich mir gedacht, dort will ich auch hin.“ 1992 ist es so weit. Kirchmann wird bei Olympia in Barcelona Fünfte. „Da habe ich mir geschworen: Das nächste Mal gewinne ich eine Medaille. Und mein Wille ist geschehen.“ Zwar nicht bei Olympia, aber bei der WM. „Die Spiele sind pompöser, die größere Luftblase, aber die WM war besser besetzt.“

In Stuttgart gibt es erstmals bei einer WM Siegesprämien. Weltmeisterinnen und Weltmeister erhalten einen Mercedes. Wie Haile Gebrselassie, der damals den ersten von vier WM-Titeln über 10.000 Meter gewinnt und mit seinem Lohn immer noch durch Addis Abeba fährt. Kirchmann bekommt wie die anderen Zweiten und Dritten nichts. Aber die Sponsorsummen steigen.

In den Neunzigerjahren gibt es in der Leichtathletik erstmals etwas zu verdienen, durch Antrittsgelder, Prämien. „Vorher war es nicht leicht“, erzählt Kirchmann, die „ja aus bescheidenen Verhältnissen kommt“. Vor allem für Frauen ist es nicht leicht, die dürfen damals noch nicht zum Bundesheer. „Da kriegt man die Ungerechtigkeit mit.“ Für die Finanzierung des Trainings sorgen der Verein, die Sporthilfe, das Land Oberösterreich, Sponsoren erwirbt man sich naturgemäß erst durch Erfolge.

„Man schummelt sich durch den Monat, kommt halbwegs über die Runden. Vor 20 Jahren habe ich gesagt: Drei Dachverbände kann sich außer Österreich kein Land der Welt leisten. Daraufhin ist der Druck so groß geworden, dass ich mich entschuldigen musste, um nicht Förderungen zu verlieren. Ich war ja in einem Abhängigkeitsverhältnis. Jetzt sag ich: Hoffentlich kommt einmal ein Sportminister und reformiert dieses System.“

Kirchmann studiert in Salzburg Lehramt in Sport und Geografie in der Mindestzeit, unterrichtet auch während ihrer Karriere ein paar Stunden in der Woche, das Doktorat in Sportwissenschaften kommt später dazu. „Zwischen Training und Studium hat es kein Leben gegeben.“ 1996 erlebt sie den ersten sportlichen Tiefpunkt. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta reißt beim Einspringen die Achillessehne. Nach einem Jahr Therapie wird das Training immer mühseliger, der Schmerz häufiger. Das Comeback gelingt, bei der EM 1998 in Budapest springt sie auf Platz vier. Sie schafft die Qualifikation für Olympia 2000 in Sydney. Doch zwei Wochen vor den Spielen reißt die Sehnenplatte am Sitzbeinhöcker. Ende der Karriere. Erst folgt die Leere.

„Was tun mit der Zeit? Der Tag war plötzlich unstrukturiert.“ Der Schmerz lässt nach. Es kommt die Zeit für die Hochzeit, den Hausbau, das Kinderkriegen. Und die Struktur ist wieder da. (Benno Zelsacher; DER STANDARD, 29.5.2012)

 

US-Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass die Menschen aus der Oberschicht mehr schwindeln, betrügen und Regeln übertreten als die Angehörigen der Unterschicht

Florian Rötzer 28.02.2012

Gerne schreiben es sich die Reichen und Mächtigen zu, dass sie ihren Erfolg ihrer eigenen Leistung verdanken, also dass Zufall und familiäre Herkunft keine große Bedeutung spielen. Oft wird diese Ansicht noch damit verwoben, dass jeder mit großen Einsatz und entsprechender Begabung einen ähnlichen Erfolg erzielen kann. Kalifornische und kanadische Wissenschaftler wollen aber nun herausgefunden, dass möglicherweise auch andere Eigenschaften Teil des Erfolgs sein könnten. Angehörige der Oberschicht würden es nämlich mit der Moral nicht so genau nehmen.

Die Wissenschaftler wollten mit einigen Versuchen herausfinden, ob die Angehörigen der oberen oder der unteren sozialen Schichten eher betrügen oder Gesetze brechen. Menschen mit geringerem Einkommen und geringer Ausbildung leben unter größerer Unsicherheit, Bedrohung und Ressourcenknappheit, so eine Hypothese, und könnten daher eher zu unmoralischem Handeln neigen. Andererseits ist bekannt, dass Menschen aus den höheren bzw. reicheren Schichten weniger emphatisch und altruistisch, dafür aber gieriger, durchsetzungsfreudiger und egoistischer sind, weil sie durch ihren Wohlstand unabhängiger von den Mitmenschen sind und eher zum selbstzentrierten Denken und Handeln neigen.

Für ihre Studie, die in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen ist, haben sieben Versuche mit unterschiedlichen Versuchspersonen durchgeführt, um die Hypothese zu testen, zu der sie neigten, nämlich dazu, dass die Angehörigen der oberen Schichten eher unmoralisch handeln. Die ersten beiden Tests waren Feldversuche. An einer Kreuzung wurde beobachtet, welche Fahrer andere Fahrzeuge schnitten, an einem Fußgängerübergang wurde festgehalten, welche Fahrer nicht hielten. Die Herkunft der Fahrer wurde aus dem Preis, dem Aussehen, dem Alter und der Größe der Fahrzeuge abgeleitet. In beiden Fällen handelten die vermutlich aus den oberen Schichten stammenden Fahrer rüpelhafter.

In einem Versuch sollten sich die Menschen selbst anhand einer manipulierten Vergleichsskala einstufen, um diese gesellschaftlich höher oder niedriger einzuordnen und zu sehen, ob daraus auch entsprechende Einschätzungen folgen. Auch hier war es so, dass die Versuchspersonen, die sich der oberen Schicht zuordneten, am gierigsten waren und nach der Beurteilung einiger unmoralischer Handlungen Kindern weniger Süßigkeiten gaben, als die Versuchspersonen, die den unteren Schichten zugewiesen wurden. In einem fiktiven Bewerbungsgespräch schwindelten die Versuchspersonen aus den höheren Schichten als Arbeitgeber die Bewerber eher an, um das Gehalt zu drücken. Der Bewerber war in dem Spiel auf eine langfristige Beschäftigung aus, der Arbeitgeber wusste hingegen, dass der Job bald gekürzt wird. Bei einem Glücksspiel mit einem Würfel schwindelten die Versuchspersonen aus den reicheren Schichten öfter und gaben höhere Ergebnisse an. Wenn beiden Gruppen die Vorteile der Gier und des Schwindelns vor dem Versuch klar gemacht wurden, neigten auch die Angehörigen der unteren Schichten ähnlich stark zu einem unmoralischen Verhalten. Das interpretieren die Wissenschaftler, dass die Angehörigen beider Schichten sich nicht grundsätzlich unterscheiden, was die Möglichkeit unmoralischen Handelns betrifft, aber dass sich ihre Grundeinstellung unterscheidet.

Ob die stärkere Neigung, sich auch mit unmoralischen Handlungen durchzusetzen, eine Eigenschaft ist, mit der man gesellschaftlich erfolgreicher wird, haben die Wissenschaftler nicht untersucht. Offenbar wird aber diese Einstellung kultiviert, was auch damit zusammenhängt, dass die wohlhabenderen Menschen aufgrund ihres Vermögens von anderen Menschen unabhängiger und daher egoistischer sind. In dieser Kultur könnten auch Gier und Egoismus als positive und wichtige Werte gelten. Oft genug sind die reicheren Menschen auch wirtschaftswissenschaftlich geschult oder arbeiten als Vorgesetzte oder Manager, sodass die Maximierung des Selbstinteresses auch aus diesem Hintergrund gepflegt wird.

 

 

http://www.heise.de/tp/artikel/36/36493/1.html

US-Studien zeigen: Angehörige der Oberschicht lügen mehr und fahren rücksichtsloser – Ein Grund: Gier

Washington/Wien – Vom „diskreten Charme der Bourgeoisie“ bleibt nach sieben Teilstudien, die Psychologen der Universität Berkeley durchführten, nicht mehr allzu viel übrig: Wie die Forscher um Paul Piff herausfanden, lügen und mogeln Angehörige der Oberschicht öfter als weniger gutgestellte Personen. Außerdem verhalten sich die Wohlhabenden im Straßenverkehr auffällig rücksichtsloser als ihre ärmeren Landsleute.

Für die ersten beiden Teile ihrer im US-Fachmagazin PNASveröffentlichten Untersuchung beobachteten die Psychologen das Verhalten von insgesamt 426 Autofahrern an einer stark befahrenen Kreuzung in der San Francisco Bay Area. Sie registrierten, ob die Autofahrer andere Verkehrsteilnehmer schnitten und für Fußgänger vor dem Zebrastreifen bremsten. Dabei zeigte sich ein eindeutiger Zusammenhang mit dem geschätzten Wert des Autos, wie die Forscher schreiben: Fahrer, die sich Oberklassewagen leisten können, sind eindeutig rücksichtsloser.

 

Zudem führten die Forscher fünf weitere Experimente mit jeweils etwas über hundert Studenten der Berkeley University durch, bei denen getestet wurde, ob die Personen zum Lügen und Mogeln neigten und welche Einstellung sie zum Thema Gier hatten. Auch hier gab es einige eindeutige Zusammenhänge: Bei Personen aus der Oberschicht war unethisches Verhalten deutlich weiter verbreitet als bei jenen aus ärmeren Schichten.

Die Forscher fanden aufgrund der Tests auch eine mögliche Ursache für das moralische Fehlverhalten: Die reicheren Testpersonen hatten ein entspannteres Verhältnis zur Gier. (tasch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28. Februar 2012)

http://derstandard.at/1329870495752/Reiche-neigen-eher-zu-unethischem-Verhalten

ein Jahr ist vorbei …

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Auch der diesjährige Toskanalauf brachte auch heuer zahlreiche sportliche Bestleistungen der Teilnehmer hervor. Michael Schmid (LCAV Doubrava) brach mit einer Sensationszeit von 30:25 Minuten den bisherigen Streckenrekord von Christian Pflügl, der bereits im Jahr 2010 mit einer Zeit von 31:04 nach 10 Kilometern ins Ziel lief.

Neben den neuen Streckenrekord freuen sich die Organisatoren auch über einen neuen Teilnehmerrekord. 175 Läufer liefen gesamt beim Toskanalauf mit. Die wirdrigen Witterungen waren für die Hobbyläufer nicht sehr optimal, die unglublich tolle Kulisse machte die widrigen Bedingungen wett.

Nach einer Gedenkminute an den tödlich verunglückten Günther Lemmerer – der in den vergangenen zwanzig Jahren Mitorganisator des Gmundner Toskanalaufes war – setzte Obmann Rudolf Aigner den Startschuss. Die festliche Siegerehrung fand im Rathaus statt.

Im Gedenken an Konsulent Günther Lemmerer findet heuer die 16. Ausgabe dieses Berglauf-Klassikers statt. Der Initiator des Feuerkogel Berglaufs verstarb im letzten Jahr bei einem tragischen Verkehrsunfall, als er am Vorabend des Wettkampftages von der Anmeldestelle nach Hause fahren wollte. Ein Team um Union Ebensee-Obmann Harald Loidl hat sich gefunden und bereit erklärt, den Lauf im Sinne seines „Erfinders“ weiterzuführen. „Günther hat eine riesige Lücke hinterlassen. Mit dem Feuerkogel-Berglauf versuchen wir einen kleinen Teil dieser Lücke zu schließen“, so Harald Loidl, der sich freut, dass wieder alle mitwirkenden Vereine und Organisationen mit im Boot sind. An die 100 Helfer werden am Renntag im Einsatz sein und für einen tollen Rahmen dieses Laufsportevents sorgen. Auch die OÖ Landesmeisterschaften werden heuer am Sattel ausgetragen. Hier möchten die beiden Lokalmatadore Willi Riederer und Hubert Preiner vom Laufclub Ebensee ein Wörtchen mitreden. Anmeldung bzw. Infos unter http://www.feuerkogel-berglauf.at

Ein Autolenker, der im August 2010 einen Unfall mit zwei Todesopfern auf der Salzkammergut-Straße (B145) verschuldet hatte, hat in der Berufungsverhandlung am Dienstag im Oberlandesgericht Linz ein von ihm angestrebtes milderes Urteil erreicht. Es blieb zwar bei der vom Landesgericht Wels im vergangenen November verhängten Strafe von 18 Monaten, statt sechs Monaten wurden aber nur vier unbedingt ausgesprochen. Der Berufung der Staatsanwaltschaft, die eine höhere Strafe verlangt hatte, wurde nicht stattgegeben.

In der Berufungsverhandlung gab es zum Sachverhalt nichts Neues: Er wisse noch, wie er ins Auto eingestiegen sei, dann nichts mehr, sagte der Angeklagte zum Unfallhergang. Er zeigte sich jedoch weiterhin geständig. Er war an dem Augustabend mit einem geborgten 710 PS starken Auto zuerst im Sonnsteintunnel am Traunsee mit 160 km/h, wo eine 70er-Beschränkung gilt, ins Schleudern geraten, konnte aber den Wagen noch abfangen, wie die Videoüberwachung zeigte. Danach fuhr er langsamer. Doch im anschließenden Bartelkreuztunnel beschleunigte er auf feuchter Fahrbahn erneut auf 150. Das Heck des Pkws brach aus. Zuletzt stieß er gegen einen entgegenkommenden Klein-Lkw. „Komme nicht darüber hinweg“ Dessen 67-jähriger Lenker und ein 43-jähriger Beifahrer des Unfalllenkers – einer seiner Freunde – wurden getötet. Der 50-Jährige selbst erlitt schwere Verletzungen und lag mehrere Tage in der Intensivstation. Er sei sich seiner Schuld bewusst. Er befinde sich in ärztlicher Behandlung, komme aber über das Geschehene nicht hinweg. Die persönlichen Folgen: Seine Frau habe sich von ihm scheiden lassen, er sei körperlich beeinträchtigt, bei den von der Haftpflicht geleisteten Zahlungen an die Angehörigen der Toten stünden Regressforderungen im Raum. Das geborgte und zerstörte Auto habe er bezahlen müssen. Das Berufungsgericht blieb angesichts des hohen Verschuldensgrades – der Angeklagte war mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit gefahren – dabei, dass ein Teil der Strafe unbedingt zu verbüßen sei. Allerdings schloss es die Möglichkeit einer Fußfessel nicht aus. Das hatte die Staatsanwaltschaft gefordert. Die als Privatbeteiligte auftretenden Angehörigen wurden mit ihren über ein bestimmtes Ausmaß hinausgehenden Forderungen auf den Zivilrechtsweg verwiesen.

 

Ein Autolenker, der im August 2010 einen Unfall mit zwei Toten auf der Salzkammergutstraße (B145) verschuldet hatte, hat in der Berufungsverhandlung am Dienstag in Linz ein von ihm angestrebtes milderes Urteil erreicht. Im anschließenden Bartelkreuztunnel beschleunigte er auf feuchter Fahrbahn erneut auf 150 km/h. Es blieb zwar bei der vom Landesgericht Wels im vergangenen November verhängten Strafe von 18 Monaten, statt sechs Monaten wurden aber nur vier unbedingt ausgesprochen.

Der Berufung der Staatsanwaltschaft, die eine höhere Strafe verlangt hatte, wurde nicht stattgegeben. Weiterhin geständig In der Berufungsverhandlung gab es zum Sachverhalt nichts Neues: Er wisse noch, wie er ins Auto eingestiegen sei, dann nichts mehr, sagte der Angeklagte zum Unfallhergang. Er zeigte sich jedoch weiterhin geständig. Mit geborgtem 710-PS-Wagen unterwegs Er war an dem Augustabend mit einem geborgten 710 PS starken Auto zuerst im Sonnsteintunnel am Traunsee mit 160 km/h, wo eine 70er-Beschränkung gilt, ins Schleudern geraten, konnte aber den Wagen noch abfangen, wie die Videoüberwachung zeigte. Danach fuhr er langsamer. Doch im anschließenden Bartelkreuztunnel beschleunigte er auf feuchter Fahrbahn erneut auf 150. Das Heck des Pkw brach aus. Zuletzt stieß er gegen einen entgegenkommenden Klein-Lkw. 67- und 43-Jähriger getötet Dessen 67-jähriger Lenker und ein 43-jähriger Beifahrer des Unfalllenkers – ein Freund von ihm – wurden getötet.

Der 50-Jährige erlitt schwere Verletzungen und lag mehrere Tage in der Intensivstation. Er sei sich seiner Schuld bewusst. Er befinde sich in ärztlicher Behandlung, komme aber über das Geschehene nicht hinweg. „Scheidung und körperliche Beeinträchtigung“ Die persönlichen Folgen: Seine Frau habe sich von ihm scheiden lassen, er sei körperlich beeinträchtigt, bei den von der Haftpflicht geleisteten Zahlungen an die Angehörigen der Toten stünden Regressforderungen im Raum. Das geborgte und zerstörte Auto habe er bezahlen müssen. Das Berufungsgericht blieb angesichts des hohen Verschuldensgrades – der Angeklagte war mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit gefahren – dabei, dass ein Teil der Strafe unbedingt zu verbüßen sei. Allerdings schloss es die Möglichkeit einer Fußfessel nicht aus. Das hatte die Staatsanwaltschaft gefordert.

Auf den Zivilrechtsweg verwiesen Die als Privatbeteiligte auftretenden Angehörigen wurden mit ihren über ein bestimmtes Ausmaß hinausgehenden Forderungen auf den Zivilrechtsweg verwiesen.

Zwei Tote forderte ein Horror-Unfall im Bartelkreuztunnel am Traunsee in Oberösterreich – am Dienstag stand Todeslenker Michael U. (51) in Linz vor Gericht. Obwohl er nur zu vier Monaten Haft verurteilt wurde, will der Porsche-Manager nicht ins Gefängnis gehen – stattdessen eine Fußfessel tragen …

Das ganze Drama vom Traunsee: Am 7. August 2010 setzte sich U. mit 0,23 Promille Alkohol im Blut in einen ausgeborgten Ford GT (710 PS stark, von 0 auf 200 km/h in knapp acht Sekunden). In einen Tunnel, in dem nur Tempo 70 erlaubt ist, raste er mit 170 hinein, verlor auf der Salzkammergutstraße die Kontrolle über den Wagen – und donnerte gegen den Transporter von Günther Lemmerer (67). Der Sportveranstalter war sofort tot. Auch U.’s Beifahrer und Freund, AUA-Pilot Oliver Hörzing (43), starb bei dem Unfall. Am Dienstag beim Prozess gab sich U. kleinlaut – und fasste die milde Strafe von vier Monaten Haft aus. Ob er wirklich im Knast bleiben muss oder mit Fußfessel freigehen darf, entscheidet der Anstaltsdirektor bei Haftantritt.

Der tragische Verkehrsunfall im Bartelkreuztunnel vom 7. August 2010 bei Ebensee hatte am 4. November 2010 ein erstes gerichtliches Nachspiel. Der Todeslenker Michael U. ging in Berufung. Heute Dienstag musste sich der 51-jährige Manager erneut im Berufungsverfahren in Linz dem Oberlandesgericht stellen. Der Manager war, wie berichtet, mit bis zu 170 km/h durch die Traunseetunnel gerast, hatte im Temporausch zwei Menschen getötet. Es war der 7. August 2010. Nach einem Lokalbesuch in Traunkirchen fuhren Michael U. und sein Freund, AUA-Pilot Oliver Hörzing (43), mit einem geliehenen 710 PS-starken Ford GT 40 auf der B145 in Richtung Ebensee. Um 20.45 Uhr passierte dann im Bartelkreuztunnel der tödliche Unfall. Etwa 300 Meter nach der Tunneleinfahrt verlor U. die Herrschaft über den Wagen, das Auto hob regelrecht ab und donnerte frontal in den entgegenkommenden Kleintransporter des Ebenseer Sportfunktionärs Günther Lemmerer (67). Für den Organisator des Feuerkogel-Berglaufs kam jede Hilfe zu spät. Lemmerer starb noch an der Unfallstelle. Auch U.s Beifahrer Oliver Hörzing, Sohn des früheren Gmundner Bezirkshauptmanns Edgar Hörzing, überlebte den Unfall nicht. Berufungsverfahren am OLG Linz Nach einer gut 2 stündigen Verhandlung fällten die zuständigen Richter im Fall des zweifach tödlichen Verkehrsunfalls im Bartelkreuztunnel bei Ebensee ein Urteil. Der 51-jährige Unfalllenker und Manager aus Gmunden fasste nun im Berufungsverfahren vier Monate unbedingt auf 3 Jahre Bewährung aus.

Mit diesem Urteil schloss sich das OLG der Meinung und dem Entschluss des 1. Gerichtes an. Von Seiten des Oberlandesgerichtes wurden ergänzend von der Verkehrsstrafrechtsabteilung drei einschlägige Verwaltungsübertretungen als Beweis vorgelegt. U. habe laut den Aufzeichungen der BH Gmunden in den letzten fünf Jahren drei einschlägige Geschwindigkeitsübertretungen begangen. U. wurde beispielsweise in einer 50km/h Zone mit mehr als 81km/h und in einer 70er Zone mit mehr als 101km/h geblitzt. U. verteidigte sich, dass er im Jahr mehr als 100.000 Kilometer beruflich fahre und die drei Delikte der Geschwindigkeitsübertretung bei der Höhe der zurückgelegten Kilometer leider passsiert sind. Das Urteil: 18 Monate Haft, davon vier Monate „scharf“. 120.000 Euro Trauerschmerzensgeld an die Angehörigen. Und für ein Jahr keinen Führerschein. Mildernd wirkte das volle Geständnis, dass U. selbst 5 Tage auf der Intensivstation lag, seinen besten Freund verlor, Reue zeigte und sofort sich für eine Schadenswiedergutmachung einsetzte. Erschwerend jedoch die exorbitante Geschwindigkeit sowie der Umstand, dass der tragische Unfall zwei Tote forderte. Das Urteil ist rechtskräftig. „Scheidung und körperliche Beeinträchtigung“ Die persönlichen Folgen: Seine Frau habe sich von ihm scheiden lassen, er sei körperlich beeinträchtigt, bei den von der Haftpflicht geleisteten Zahlungen an die Angehörigen der Toten stünden Regressforderungen im Raum. Das geborgte und zerstörte Auto habe er bezahlen müssen. Das Berufungsgericht blieb angesichts des hohen Verschuldensgrades – der Angeklagte war mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit gefahren – dabei, dass ein Teil der Strafe unbedingt zu verbüßen sei. Allerdings schloss es die Möglichkeit einer Fußfessel nicht aus. Das hatte die Staatsanwaltschaft gefordert.

Auf den Zivilrechtsweg verwiesen Die als Privatbeteiligte auftretenden Angehörigen wurden mit ihren über ein bestimmtes Ausmaß hinausgehenden Forderungen auf den Zivilrechtsweg verwiesen.

LINZ. Nur vier statt sechs Monate unbedingt bekommt jener Gmundner, der nach einem Unfall im Bartelkreuztunnel mit zwei Toten zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden war und dagegen berufen hatte. Der Berufung der Staatsanwaltschaft, die eine höhere Strafe verlangt hatte, wurde nicht stattgegeben.

Weil er gegen das Urteil Einspruch erhoben hatte, stand Manager Michael U. am Dienstag wieder vor Gericht. In der Berufungsverhandlung im Oberlandesgericht Linz hat der 50-Jährige ein von ihm angestrebtes milderes Urteil erreicht. Es blieb zwar bei der vom Landesgericht Wels im November 2010 verhängten Strafe von 18 Monaten, statt sechs Monaten wurden aber nur vier unbedingt ausgesprochen. Der Berufung der Staatsanwaltschaft, die eine höhere Strafe verlangt hatte, wurde nicht stattgegeben.

In der Berufungsverhandlung gab es zum Sachverhalt nichts Neues: Er wisse noch, wie er ins Auto eingestiegen sei, dann nichts mehr, sagte der Angeklagte zum Unfallhergang. Er zeigte sich jedoch weiterhin geständig. Er war an dem Augustabend mit einem geborgten 710 PS starken Auto zuerst im Sonnsteintunnel am Traunsee mit 160 km/h, wo eine 70er-Beschränkung gilt, ins Schleudern geraten, konnte aber den Wagen noch abfangen, wie die Videoüberwachung zeigte. Danach fuhr er langsamer. Doch im anschließenden Bartelkreuztunnel beschleunigte er auf feuchter Fahrbahn erneut auf 150. Das Heck des Pkw brach aus. Zuletzt stieß er gegen einen entgegenkommenden Klein-Lkw.

Der 67-jähriger Lenker des Klein-Lkw und ein 43-jähriger Beifahrer des Unfalllenkers – ein Freund von ihm – wurden getötet. Der 50-Jährige erlitt schwere Verletzungen und lag mehrere Tage in der Intensivstation. Er sei sich seiner Schuld bewusst. Er befinde sich in ärztlicher Behandlung, komme aber über das Geschehene nicht hinweg. Die persönlichen Folgen: Seine Frau habe sich von ihm scheiden lassen, er sei körperlich beeinträchtigt, bei den von der Haftpflicht geleisteten Zahlungen an die Angehörigen der Toten stünden Regressforderungen im Raum. Das geborgte und zerstörte Auto habe er bezahlen müssen.

Angesichts des hohen Verschuldensgrades – der Angeklagte war mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit gefahren – blieb das Berufsgericht dabei, dass ein Teil der Strafe unbedingt zu verbüßen sei. Allerdings schloss es die Möglichkeit einer Fußfessel nicht aus. Das hatte die Staatsanwaltschaft gefordert. Die als Privatbeteiligte auftretenden Angehörigen wurden mit ihren über ein bestimmtes Ausmaß hinausgehenden Forderungen auf den Zivilrechtsweg verwiesen.

salzi.at

DAS URTEIL

14 Monate Bedingt

4 Monate Unbedingt

1 Jahr keinen Führerschein

Möglichkeit auf Fußfesseln werden von der Haftanstalt geprüft!

Gmunden/Linz: Der tragische Verkehrsunfall im Bartelkreuztunnel vom 7. August 2010 bei Ebensee (wir berichteten) hatte am 4. November 2010 ein erstes gerichtliches Nachspiel. Dem 50-jährigen Gmundner Manager Michael U. wurde fahrlässige Tötung unter besonders schweren Verhältnissen vorgeworfen. Er sei mit einem PS-starken Sportwagen mit weit überhöhter Geschwindigkeit in die Tunnelkette Traunsee eingefahren und löste durch eine riskante Fahrweise einen zweifach-fatalen Horrorcrash aus. Michael U. selbst überlebte den schweren Unfall. Notärzte kämpften acht Tage lang am LKH-Bad Ischl auf der Intensivstation um das Leben des 50-jährigen Unfalllenkers, der einen Serienrippenbruch sowie Verletzungen an der Lunge davon trug. Für die zwei Persönlichkeiten – den Ebenseer Sportfunktionärs Günther Lemmerer (67) sowie den 43-jährige Ebenseer Flugkapitän der AUA und Obmann des Wasserflugvereines Salzkammergut Oliver Hörzing kam jede Hilfe zu spät. Sie erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Keine Erinnerung an Unfallhergang Bei der ersten Verhandlung zeigte sich der 50-jährige Michael U. voll geständig und bedauert die ausgelöste Unfalltragödie. „Mir tut es wahnsinnig leid und vorallem, dass man es nicht mehr rückgängig machen kann!“, so der Beschuldigte vor der Richterin Birgit Ahammer. Bei der Befragung durch die Richterin sagte U., dass er sich an absolut nichts mehr erinnern könne. Weder an den Unfallhergang noch an den Moment, als er in den Sportwagen stieg. Todeslenker Michael U. muss sich in Linz erneut vor Gericht verantworten Oliver Hörzing´s Lebensgefährtin sagte als Zeugin vor Gericht aus: „Gegen 20.00 Uhr habe ich gemeinsam mit Oliver die Greisslerei in Traunkirchen betreten. U. war bereits mit einer Gruppe Freunden und Bekannten vor Ort. Noch bevor Oliver sein bestelltes Bier serviert bekam, verließ er ohne ein Wort zu sagen mit U. das Lokal!“ Zwei weitere Zeugen wurden einvernommen und bestätigten, dass U. mit einer Gruppe von etwa 13 Personen in der Greisslerei in Traunkirchen verweilte, dabei in der Gruppe mehrere Flaschen Wein serviert wurden. Auch, dass U. bereits am Nachmittag mit einer größeren Gruppe im Yachtclub in Gmunden verweilte wurde der Richterin bestätigt. Wieviel Alkohol U. an diesem Tag zu sich genommen hatte, konnte aber kein Zeuge genau sagen. Laut Gutachten hatte der 50-Jährige 0,23 Promille Alkohol im Blut. 12 Monate Fahrverbot und 18 Monate teilbedingt Michael U. wurde bereits für 12 Monate von Seiten der Behörde der Führerschein entzogen. Das Urteil der Richterin: der zweifache Familienvater wurde nach §81 wegen fahrlässiger Tötung unter besonders schweren Verhältnissen zu 18 Monaten Teilbedingt, davon 12 Monate bedingt und 6 Monate unbedingt bestraft. Als mildernd kam zu tragen, dass U. voll geständig war, einen geordneten Lebenswandel führte und bislang volle materielle Hilfe im Umfang von über 86.160 Euro den Familienangehörigen zusprach. U. beantragte nach der Urteilsverkündung 3 Tage Bedenkzeit und ging danach in Berufung. Für

U. gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Berufungsverhandlung in Linz Am 10. Mai muss sich der 50-jährige Gmundner Manager erneut vor Gericht verantworten. Dann geht das Berufungsverfahren in die nächste Runde. Wir halten sie auf dem Laufenden.

Berufungsverhandlung

ist am 10.5.2011 in Linz

Anscheinend gab es für Herrn U. keine Konsequenzen von seinem Arbeitgeber, siehe Bericht Bürgeranwalt – 09.04.2011 17:30 Uhr

http://tvthek.orf.at/programs/1339-Buergeranwalt/episodes/2125235-Buergeranwalt/2129547-Naturschutz-der-Wirtschaft-geopfert-

 

 

 

Was ist „gerecht“??

Was ist „gerecht“??

Derzeit werde ich von vielen Zeitungen gefragt, was ich von dem vorläufigen Urteil halte. Ich stelle mir die Frage: Was ist gerecht? Sind 6 Monate oder 3 Jahre genug, wäre eine lebenslange Haft genug?? Zwei Leben sind vorbei, zwei Menschen werden vermisst, keine Strafe dieser oder der jenseitigen Welt bringen sie zurück.  Es gibt keine Strafe für so ein Vergehen ….

Das einzige was ich wirklich bedauere, ist das Urteil von 12 Monaten Fahrverbot, denn Herr U. dürfte, meiner Meinung nach, kein Auto mehr lenken, dieses Recht hat er verwirkt.

Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne.
(Schiller)

Tips Gmunden:

Berufung nach Unfall mit zwei Toten

Gegen das Urteil – 18 Monate Freiheitsstrafe sechs davon unbedingt – nach einem Verkehrsunfall mit zwei Toten im Sommer im Ebenseer Bartelkreuz-Tunnel – wird berufen.Und zwar sowohl vom 50-jährigen Unfallfahrer aus Gmunden als auch von der Welser Staatsanwältin.

Schmerzengeld von mehr als 120.000 Euro
Der 50-Jährige legte gegen das Urteil aus der Vorwoche laut Landesgericht Wels volle Berufung, also auch gegen die Höhe des Trauerschmerzengeldes von mehr als 120.000 Euro, ein.

Die Staatsanwaltschaft meldete hingegen nur gegen die Strafhöhe Berufung an, weil das Urteil zu mild sei. Das Urteil und die schriftlichen Berufungen beider Seiten gehen in den kommenden Wochen an das Oberlandesgericht Linz, wo weitere Schritte entschieden werden.

 

Zwei Tote: Raser muss hinter Gitter

Der Porsche-Manager (50) bekam 18 Monate Haft, 6 davon unbedingt.

Zwei Tote: Raser muss hinter Gitter
© Schwarzl

Bevor Richterin Birgit Ahamer das Urteil verlas, richtete sich Michael U. noch einmal an die Angehörigen von Günther Lemmerer (67) und Oliver Hörzing (43). Er hoffe irgendwann auf die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs. Der Tod der Ebenseer Lokal-Promis sei „eine Katastrophe“, die ihm „wahnsinnig leidtue“.

Am 7. August hatte der 50-Jährige im Bartl-Kreuz-Tunnel auf der Salzkammergut Bundesstraße (B 145) bei 150 km/h die Kontrolle über seinen 500-PS-Ford GT verloren. Der Wagen raste gegen den Klein-Lkw von „Mister Leichtathletik“ Günther Lemmerer. Der Organisator des Feuerkogel-Berglaufs sowie U.s Beifahrer, AUA-Berufspilot Oliver Hörzing, waren sofort tot.

Keine Erinnerung

Er könne sich an den Unfall nicht erinnern, sagte Michael U. gestern am Landesgericht Wels. Der Porsche-Manager erlitt selbst schwerste Verletzungen und lag acht Tage auf der Intensivstation. Er bekannte sich vollinhaltlich schuldig. Wegen des außergewöhnlich hohen Verschuldens wurde er dennoch zu 18 Monaten Haft verurteilt, sechs davon unbedingt. Zudem wurden den Angehörigen mehr als 120.000 Euro zugesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

EBENSEE. Gestern endete am Welser Landesgericht der Prozess gegen Manager Michael U. (50), der Anfang August im Bartelkreuztunnel einen Unfall mit 150 km/h verursacht hatte. Es gab zwei Tote. U. wurde zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, sechs davon unbedingt.

Es war der 7. August 2010. Nach einem Lokalbesuch in Traunkirchen fuhren Michael U. und sein Freund, AUA-Pilot Oliver Hörzing (43), mit einem geliehenen Ford GT (550 PS) auf der B145 Richtung Ebensee.

Um 20.45 Uhr passierte im Bartelkreuztunnel der tödliche Unfall. Etwa 300 Meter nach der Tunneleinfahrt verlor U. die Herrschaft über den Wagen, das Auto hob regelrecht ab und donnerte frontal in den entgegenkommenden Kleintransporter des Ebenseer Sportfunktionärs Günther Lemmerer (67). Für den Organisator des Feuerkogel-Berglaufs kam jede Hilfe zu spät. Lemmerer starb noch an der Unfallstelle. Auch U.s Beifahrer Oliver Hörzing, Sohn des früheren Gmundner Bezirkshauptmanns Edgar Hörzing, überlebte den Unfall nicht.

Michael U. erlitt einen Lungeneinriss, elf Rippenbrüche und lag acht Tage auf der Intensivstation. Wie Überwachungsvideos zeigten, war er zum Unfallzeitpunkt mit 150 km/h unterwegs – im Tunnel sind 70 km/h erlaubt. Die Blutprobe ergab später 0,23 Promille Alkohol. Das Publikumsinteresse war gestern beim Prozess am Welser Landesgericht so groß, dass kurzfristig der Saal gewechselt werden musste. Viele Angehörige waren gekommen. Die Anklage lautete auf „fahrlässige Tötung unter besonders gefährlichen Umständen“. Mit seiner riskanten Fahrweise habe er den Tod der beiden Ebenseer verschuldet, so die Staatsanwaltschaft. Michael U. bekannte sich schuldig. „Es tut mir so leid.“ Seine Erinnerung an den Unfall ende mit dem Einsteigen ins Auto. Sein Verteidiger erteilte allen Verschwörungstheorien über einen höheren Alkoholpegel eine Absage.

Richterin Birgit Ahamer verurteilte Michael U. zu 18 Monaten Freiheitsstrafe, sechs davon unbedingt. Der Führerschein wurde ihm für zwölf Monate abgenommen. Das Gericht sprach den Hinterbliebenen vorerst 120.000 Euro an Trauerschmerzensgeld zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

18 Monate Gefängnis für „Horror-Crash“ im Tunnel

Erinnerungslücken zum Unfallhergang, aber Betroffenheit gegenüber den Angehörigen der beiden Todesopfer: Manager Michael U. (50) aus Gmunden fasste am Donnerstag im Landesgericht Wels eine teilbedingte Haftstrafe von 18 Monaten für den „Horror-Crash“ mit seinem 550-PS-Boliden im Bartlkreuztunnel am Traunsee aus.
Prozess © Christian Kloibhofer © Christian Kloibhofer

Prozess nach Verkehrsunfall mit zwei Toten am Traunsee im Landesgericht Wels: Lenker hatte nur 0,2 Promille Alkohol im Blut

Unfall © Salzi © Salzi

Schreckensszenen am Traunsee: Oliver Hörzing (43, kl. Bild, links) und Günther Lemmerer (67) – beide aus Ebensee – starben

„Heute“-Leser kennen die Vorgeschichte: Am Abend des 7. August, ein Samstag, verließ der Immobilienbank-Manager gemeinsam mit Berufspilot Oliver Hörzing (43) aus Ebensee eine gesellige Runde in Traunkirchen. Zehn Minuten später dann die Tragödie: Im Bartlkreuztunnel hob der Ford GT bei Tempo 150 von der Fahrbahn der Salzkammergut Bundesstraße ab, bohrte sich Sekundenbruchteile später in den entgegenkommenden Lieferwagen von Sportfunktionär Günther Lemmerer (67) aus Ebensee – Feuerwehrleute konnten nur noch Michael U. lebend bergen!

Bei der Verhandlung im LG Wels (Vorsitz: Richterin Birgit Ahammer) zeigte sich der Todeslenker (Bild unten) geständig, verwies aber auf Erinnerungslücken. Das – noch nicht rechtskräftige – Urteil: 18 Monate Freiheitsstrafe, davon sechs Monate unbedingt.

WELS. Ein 50-jähriger Autolenker, der Anfang August einen Unfall mit zwei Todesopfern auf der Salzkammergut Bundesstraße (B 145) verschuldet hat, ist am Donnerstag im Landesgericht Wels wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen verurteilt worden.

Er erbat ob der 18 Monate Freiheitsstrafe – sechs Monate davon unbedingt – Bedenkzeit, die Staatsanwaltschaft ebenso. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.

Er wisse noch, wie er ins Auto eingestiegen sei, dann nichts mehr, sagte der Angeklagte zum Unfallhergang. Er gab dennoch alles zu. Das Trauerschmerzensgeld und die Bestattungskosten habe er den Privatbeteiligten zum Teil schon bezahlt, insgesamt wurden ihnen vorerst über 120.000 Euro zugesprochen.

Nicht wieder gutzumachen

Der Angeklagte war an dem Augustabend mit 150 km/h im Bartlkreuztunnel am Traunsee gefahren, wo eine 70er-Beschränkung gilt und feuchte Fahrbahnverhältnisse herrschten. Das Heck seines Pkw ist nach rechts ausgebrochen, dann habe er mit dem Hinterrad den Randstein touchiert und in der Folge den entgegenkommenden Klein-Lkw, ergaben die Untersuchungen.

Der 67-jährige Lkw-Lenker und der 43-jährige Beifahrer des Unfalllenkers wurden getötet. Der 50-Jährige erlitt schwere Verletzungen und lag acht Tage auf der Intensivstation. Er sagte, es sei „eine Katastrophe, die man nicht wieder gut machen kann“. Er wisse, dass die Angehörigen das nicht vergessen können, aber er hoffe, dass sie „irgendwann drüber wegkommen“. In seinem Schlusswort sagte der 50-Jährige, er wolle das Gespräch mit ihnen suchen.

Alkoholpegel nicht thematisiert

Der Angeklagte habe zum Unfallzeitpunkt wohl einen geringen Alkoholpegel aufgewiesen, dies wurde aber nicht weiter thematisiert. Zeugen konnten anonyme Beschuldigungen, wonach der 50-Jährige stark alkoholisiert war, nicht bestätigen.

Die Staatsanwaltschaft sah in seiner riskanten Fahrweise fast schon einen bedingten Vorsatz und forderte eine teilbedingte Freiheitsstrafe. Der Verteidiger sagte, es sei glaubhaft, dass sich sein Mandant an nichts erinnere und eine unbedingte Freiheitsstrafe solle Alko-Lenkern vorbehalten bleiben. Der Führerschein wurde ihm für zwölf Monate entzogen.

 

Der tragische Verkehrsunfall im Bartelkreuztunnel vom 7. August bei Ebensee (wir berichteten) hatte heute Donnerstag ein gerichtliches Nachspiel. Dem Gmundner Michael U. wurde fahrlässige Tötung unter besonders schweren Verhältnissen vorgeworfen. Es sei mit einem Sportwagen mit weit überhöhter Geschwindigkeit in die Tunnelkette Traunsee eingefahren und löste durch eine riskante Fahrweise einen fatalen Horrorcrash aus.

Zwei Persönlichkeiten – Ebenseer Sportfunktionärs Günther Lemmerer (67) sowie der 43-jährige Ebenseer, Flugkapitän der AUA und Obmann des Wasserflugvereines Salzkammergut Oliver Hörzing, erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Michael U. selbst überlebte den schweren Unfall. Notärzte kämpften acht Tage lang am LKH-Bad Ischl auf der Intensivstation um das Leben des 50-jährigen Unfalllenkers, der einen Serienrippenbruch sowie Verletzungen an der Lunge davon trug.

Keine Erinnerung an Unfallhergang
Bei der heutigen Verhandlung zeigte sich der 50-jährige Michael U. voll geständig und bedauert die ausgelöste Unfalltragödie. „Mir tut es wahnsinnig leid und vorallem, dass man es nicht mehr rückgängig machen kann!“, so der Beschuldigte. Bei der Befragung durch die Richterin Birgit Ahammer sagte U., dass er sich an absolut nichts mehr erinnern könne. Weder an den Unfallhergang noch an den Moment, als er in den Sportwagen stieg.

 

Oliver Hörzing´s Lebensgefährtin sagte als Zeugin vor Gericht aus: „Gegen 20.00 Uhr habe ich gemeinsam mit Oliver die Greisslerei in Traunkirchen betreten. U. war bereits mit einer Gruppe Freunden und Bekannten vor Ort. Noch bevor Oliver sein bestelltes Bier serviert bekam, verlies er ohne ein Wort zu sagen mit U. das Lokal!“

Zwei weitere Zeugen wurden einvernommen und bestätigten, dass U. mit einer Gruppe von etwa 13 Personen in der Greisslerei in Traunkirchen verweilten, dabei in der Gruppe mehrere Flaschen Wein serviert wurden. Auch dass U. bereits am Nachmittag mit einer größeren Gruppe im Yachtclub in Gmunden verweilte wurde der Richterin bestätigt. Wieviel Alkohol U. an diesem Tag zu sich genommen hatte, konnte aber kein Zeuge genau sagen. Laut Gutachten hatte der 50-Jährige 0,23 Promille Alkohol im Blut.

12 Monate Fahrverbot und 18 Monate Teilbedingt
Michael U. wurde bereits für 12 Monate von Seiten der Behörde der Führerschein entzogen. Das Urteil der Richterin: der zweifache Familienvater wurde nach §81 wegen fahrlässiger Tötung unter besonders schweren Verhältnissen zu 18 Monaten Teilbedingt, davon 12 Monate bedingt und 6 Monate unbedingt bestraft. Als mildernd kam zu tragen, dass U. voll geständig ist, einen geordneten Lebenswandel führte und bislang volle materielle Hilfe im Umfang von über 86.160 Euro den Familienangehörigen zusprach. U. beantragte 3 Tage Bedenkzeit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig!

Kronenzeitung:

Lenker hat nach Tunneldrama kein Schuldgefühl

Zwei Tote klagen an! Doch der Gmundner Porsche-Manager, der am 7. August auf der B145 am Traunsee den Unfall verursacht hat, bei dem zwei Menschen gestorben sind, zeigt keinen Funken Unrechtsbewusstsein – obwohl das Gutachten nach dem Tunneldrama in Ebensee verheerend ausgefallen ist: Laut Überwachungsvideos hatte er den 710 PS starken Ford GT trotz 70-km/h-Limits zweimal auf 150 km/h beschleunigt.

Der „Krone“ liegt der Strafantrag der Staatsanwaltschaft sowie die Expertise des Braunauer Gutachters Jörg Landertshammer vor. Die Wahnsinnsfahrt des 50-Jährigen laut Aktenlage: Gegen 20.38 Uhr hatte er den 710 PS starken Leih-Ford GT Richtung Ebensee gejagt. Bereits im Sonnsteintunnel soll er laut Auswertung der Tunnelkameras den Rennwagen im Bereich einer 70-km/h-Beschränkung auf mehr als 150 km/h beschleunigt haben.

Dabei brach das Heck des Fahrzeuges nach rechts aus, das Auto geriet ins Schleudern und über die Sperrlinie auf die linke Fahrbahnhälfte. Trotzdem soll der 50-Jährige im Bartlkreuztunnel erneut im „70er“ auf mehr als 150 km/h aufgedreht haben. Auch diesmal brach das Heck nach rechts aus. Der Ford GT drehte sich, schleuderte auf die Gegenfahrbahn und prallte gegen den Klein-Lkw eines 67-Jährigen aus Ebensee. Dieser wurde, ebenso wie der 43-jährige Beifahrer des Unfallverursachers, getötet.

Der 50-Jährige hat kein schlechtes Gewissen: „Es gibt im Salzkammergut Wahnsinnsunterstellungen. Aber ich bin dreißig Jahre unfallfrei gefahren. Ich war nicht betrunken, sondern hatte laut Bluttest 0,23 Promille.“ Genau das wird angezweifelt, deshalb werden die Ärzte als Zeugen zum Prozess geladen. Die Staatsanwaltschaft Wels hat – wie berichtet – einen Strafantrag wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen gestellt.

von Christoph Gantner, „OÖ Krone“

Auch wenn es zur Anklage kommt: Irgendwie fehlt da was.

Nun schalten sich also die Gerichte in den vermutlich emotionsgeladensten Verkehrsunfall dieses Jahres im Salzkammergut ein. Warum gerade in dieser Causa der Diskussionsstoff nicht ausgeht: Es gibt kaum jemanden in der Leichtathletik-Szene unserer Region, der Günther Lemmerer nicht kannte. Oliver Hörzing wiederum war nicht nur wegen seines Vaters, des ehemaligen Gmundner Bezirkshauptmanns, sehr bekannt. Der dritte Beteiligte entstammt einer prominenten Gmundner Familie. Dazu ein Unfall, der unter Einhaltung einfachster Regeln und Normen nie hätte passieren können.

Jetzt liegen die relevanten Fakten (mit Ausnahme des Resultats der Blutprobe des überlebenden Lenkers) vor, die Tunnelvideos sind ausgewertet, resultierend daraus wurde ein Strafantrag gestellt. Alles scheint seinen gerechten Weg zu gehen. Aber so wirklich kommt man dennoch nicht nur Ruhe. Irgendwie fehlt da etwas. Ist das, was jetzt bekannt wurde, die ganze Wahrheit? Falls nicht, dürfen wir sie bitte wenigstens bei der Gerichtsverhandlung erfahren?

Mit dem Tod eines Menschen verliert man Vieles – aber niemals, die mit Ihm verbrachte Zeit!

Günther Lemmerer

Parte von Günther Lemmerer

Liebe ist mehr als ein Wort,
das einer dem anderen sagt.
Liebe geht von uns fort,
wenn sie keiner wagt.

Liebe ist mehr als ein Traum,
der die Schönheit des anderen sieht.
Liebe gibt allem Raum,
auch der Nacht, der das Glück entflieht.

Liebe ist mehr als ein Ja,
das einer dem anderen verspricht.
Liebe ist einfach da,
sie schenkt sich und fordert nicht.

Liebe ist mehr als ein Spiel,
das einer, der Glück hat, gewinnt.
Liebe ist immer zuviel
Für den, der zu lieben beginnt.

Liebe ist mehr als ein Lied,
das einer dem anderen singt.
Liebe bringt Schmerzen mit,
auch wenn sie heute gelingt.

Liebe lässt einsam sein,
wer liebt, der leidet mit Gott,
die Liebe schließt alles ein,
auch den Tod.

von Gerhard Kiefer

Wir danken aufrichtig für die innige Teilnahme!