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Archive for the ‘Medienberichte’ Category

 

US-Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass die Menschen aus der Oberschicht mehr schwindeln, betrügen und Regeln übertreten als die Angehörigen der Unterschicht

Florian Rötzer 28.02.2012

Gerne schreiben es sich die Reichen und Mächtigen zu, dass sie ihren Erfolg ihrer eigenen Leistung verdanken, also dass Zufall und familiäre Herkunft keine große Bedeutung spielen. Oft wird diese Ansicht noch damit verwoben, dass jeder mit großen Einsatz und entsprechender Begabung einen ähnlichen Erfolg erzielen kann. Kalifornische und kanadische Wissenschaftler wollen aber nun herausgefunden, dass möglicherweise auch andere Eigenschaften Teil des Erfolgs sein könnten. Angehörige der Oberschicht würden es nämlich mit der Moral nicht so genau nehmen.

Die Wissenschaftler wollten mit einigen Versuchen herausfinden, ob die Angehörigen der oberen oder der unteren sozialen Schichten eher betrügen oder Gesetze brechen. Menschen mit geringerem Einkommen und geringer Ausbildung leben unter größerer Unsicherheit, Bedrohung und Ressourcenknappheit, so eine Hypothese, und könnten daher eher zu unmoralischem Handeln neigen. Andererseits ist bekannt, dass Menschen aus den höheren bzw. reicheren Schichten weniger emphatisch und altruistisch, dafür aber gieriger, durchsetzungsfreudiger und egoistischer sind, weil sie durch ihren Wohlstand unabhängiger von den Mitmenschen sind und eher zum selbstzentrierten Denken und Handeln neigen.

Für ihre Studie, die in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen ist, haben sieben Versuche mit unterschiedlichen Versuchspersonen durchgeführt, um die Hypothese zu testen, zu der sie neigten, nämlich dazu, dass die Angehörigen der oberen Schichten eher unmoralisch handeln. Die ersten beiden Tests waren Feldversuche. An einer Kreuzung wurde beobachtet, welche Fahrer andere Fahrzeuge schnitten, an einem Fußgängerübergang wurde festgehalten, welche Fahrer nicht hielten. Die Herkunft der Fahrer wurde aus dem Preis, dem Aussehen, dem Alter und der Größe der Fahrzeuge abgeleitet. In beiden Fällen handelten die vermutlich aus den oberen Schichten stammenden Fahrer rüpelhafter.

In einem Versuch sollten sich die Menschen selbst anhand einer manipulierten Vergleichsskala einstufen, um diese gesellschaftlich höher oder niedriger einzuordnen und zu sehen, ob daraus auch entsprechende Einschätzungen folgen. Auch hier war es so, dass die Versuchspersonen, die sich der oberen Schicht zuordneten, am gierigsten waren und nach der Beurteilung einiger unmoralischer Handlungen Kindern weniger Süßigkeiten gaben, als die Versuchspersonen, die den unteren Schichten zugewiesen wurden. In einem fiktiven Bewerbungsgespräch schwindelten die Versuchspersonen aus den höheren Schichten als Arbeitgeber die Bewerber eher an, um das Gehalt zu drücken. Der Bewerber war in dem Spiel auf eine langfristige Beschäftigung aus, der Arbeitgeber wusste hingegen, dass der Job bald gekürzt wird. Bei einem Glücksspiel mit einem Würfel schwindelten die Versuchspersonen aus den reicheren Schichten öfter und gaben höhere Ergebnisse an. Wenn beiden Gruppen die Vorteile der Gier und des Schwindelns vor dem Versuch klar gemacht wurden, neigten auch die Angehörigen der unteren Schichten ähnlich stark zu einem unmoralischen Verhalten. Das interpretieren die Wissenschaftler, dass die Angehörigen beider Schichten sich nicht grundsätzlich unterscheiden, was die Möglichkeit unmoralischen Handelns betrifft, aber dass sich ihre Grundeinstellung unterscheidet.

Ob die stärkere Neigung, sich auch mit unmoralischen Handlungen durchzusetzen, eine Eigenschaft ist, mit der man gesellschaftlich erfolgreicher wird, haben die Wissenschaftler nicht untersucht. Offenbar wird aber diese Einstellung kultiviert, was auch damit zusammenhängt, dass die wohlhabenderen Menschen aufgrund ihres Vermögens von anderen Menschen unabhängiger und daher egoistischer sind. In dieser Kultur könnten auch Gier und Egoismus als positive und wichtige Werte gelten. Oft genug sind die reicheren Menschen auch wirtschaftswissenschaftlich geschult oder arbeiten als Vorgesetzte oder Manager, sodass die Maximierung des Selbstinteresses auch aus diesem Hintergrund gepflegt wird.

 

 

http://www.heise.de/tp/artikel/36/36493/1.html

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Auch der diesjährige Toskanalauf brachte auch heuer zahlreiche sportliche Bestleistungen der Teilnehmer hervor. Michael Schmid (LCAV Doubrava) brach mit einer Sensationszeit von 30:25 Minuten den bisherigen Streckenrekord von Christian Pflügl, der bereits im Jahr 2010 mit einer Zeit von 31:04 nach 10 Kilometern ins Ziel lief.

Neben den neuen Streckenrekord freuen sich die Organisatoren auch über einen neuen Teilnehmerrekord. 175 Läufer liefen gesamt beim Toskanalauf mit. Die wirdrigen Witterungen waren für die Hobbyläufer nicht sehr optimal, die unglublich tolle Kulisse machte die widrigen Bedingungen wett.

Nach einer Gedenkminute an den tödlich verunglückten Günther Lemmerer – der in den vergangenen zwanzig Jahren Mitorganisator des Gmundner Toskanalaufes war – setzte Obmann Rudolf Aigner den Startschuss. Die festliche Siegerehrung fand im Rathaus statt.

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Ein Autolenker, der im August 2010 einen Unfall mit zwei Todesopfern auf der Salzkammergut-Straße (B145) verschuldet hatte, hat in der Berufungsverhandlung am Dienstag im Oberlandesgericht Linz ein von ihm angestrebtes milderes Urteil erreicht. Es blieb zwar bei der vom Landesgericht Wels im vergangenen November verhängten Strafe von 18 Monaten, statt sechs Monaten wurden aber nur vier unbedingt ausgesprochen. Der Berufung der Staatsanwaltschaft, die eine höhere Strafe verlangt hatte, wurde nicht stattgegeben.

In der Berufungsverhandlung gab es zum Sachverhalt nichts Neues: Er wisse noch, wie er ins Auto eingestiegen sei, dann nichts mehr, sagte der Angeklagte zum Unfallhergang. Er zeigte sich jedoch weiterhin geständig. Er war an dem Augustabend mit einem geborgten 710 PS starken Auto zuerst im Sonnsteintunnel am Traunsee mit 160 km/h, wo eine 70er-Beschränkung gilt, ins Schleudern geraten, konnte aber den Wagen noch abfangen, wie die Videoüberwachung zeigte. Danach fuhr er langsamer. Doch im anschließenden Bartelkreuztunnel beschleunigte er auf feuchter Fahrbahn erneut auf 150. Das Heck des Pkws brach aus. Zuletzt stieß er gegen einen entgegenkommenden Klein-Lkw. „Komme nicht darüber hinweg“ Dessen 67-jähriger Lenker und ein 43-jähriger Beifahrer des Unfalllenkers – einer seiner Freunde – wurden getötet. Der 50-Jährige selbst erlitt schwere Verletzungen und lag mehrere Tage in der Intensivstation. Er sei sich seiner Schuld bewusst. Er befinde sich in ärztlicher Behandlung, komme aber über das Geschehene nicht hinweg. Die persönlichen Folgen: Seine Frau habe sich von ihm scheiden lassen, er sei körperlich beeinträchtigt, bei den von der Haftpflicht geleisteten Zahlungen an die Angehörigen der Toten stünden Regressforderungen im Raum. Das geborgte und zerstörte Auto habe er bezahlen müssen. Das Berufungsgericht blieb angesichts des hohen Verschuldensgrades – der Angeklagte war mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit gefahren – dabei, dass ein Teil der Strafe unbedingt zu verbüßen sei. Allerdings schloss es die Möglichkeit einer Fußfessel nicht aus. Das hatte die Staatsanwaltschaft gefordert. Die als Privatbeteiligte auftretenden Angehörigen wurden mit ihren über ein bestimmtes Ausmaß hinausgehenden Forderungen auf den Zivilrechtsweg verwiesen.

 

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Ein Autolenker, der im August 2010 einen Unfall mit zwei Toten auf der Salzkammergutstraße (B145) verschuldet hatte, hat in der Berufungsverhandlung am Dienstag in Linz ein von ihm angestrebtes milderes Urteil erreicht. Im anschließenden Bartelkreuztunnel beschleunigte er auf feuchter Fahrbahn erneut auf 150 km/h. Es blieb zwar bei der vom Landesgericht Wels im vergangenen November verhängten Strafe von 18 Monaten, statt sechs Monaten wurden aber nur vier unbedingt ausgesprochen.

Der Berufung der Staatsanwaltschaft, die eine höhere Strafe verlangt hatte, wurde nicht stattgegeben. Weiterhin geständig In der Berufungsverhandlung gab es zum Sachverhalt nichts Neues: Er wisse noch, wie er ins Auto eingestiegen sei, dann nichts mehr, sagte der Angeklagte zum Unfallhergang. Er zeigte sich jedoch weiterhin geständig. Mit geborgtem 710-PS-Wagen unterwegs Er war an dem Augustabend mit einem geborgten 710 PS starken Auto zuerst im Sonnsteintunnel am Traunsee mit 160 km/h, wo eine 70er-Beschränkung gilt, ins Schleudern geraten, konnte aber den Wagen noch abfangen, wie die Videoüberwachung zeigte. Danach fuhr er langsamer. Doch im anschließenden Bartelkreuztunnel beschleunigte er auf feuchter Fahrbahn erneut auf 150. Das Heck des Pkw brach aus. Zuletzt stieß er gegen einen entgegenkommenden Klein-Lkw. 67- und 43-Jähriger getötet Dessen 67-jähriger Lenker und ein 43-jähriger Beifahrer des Unfalllenkers – ein Freund von ihm – wurden getötet.

Der 50-Jährige erlitt schwere Verletzungen und lag mehrere Tage in der Intensivstation. Er sei sich seiner Schuld bewusst. Er befinde sich in ärztlicher Behandlung, komme aber über das Geschehene nicht hinweg. „Scheidung und körperliche Beeinträchtigung“ Die persönlichen Folgen: Seine Frau habe sich von ihm scheiden lassen, er sei körperlich beeinträchtigt, bei den von der Haftpflicht geleisteten Zahlungen an die Angehörigen der Toten stünden Regressforderungen im Raum. Das geborgte und zerstörte Auto habe er bezahlen müssen. Das Berufungsgericht blieb angesichts des hohen Verschuldensgrades – der Angeklagte war mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit gefahren – dabei, dass ein Teil der Strafe unbedingt zu verbüßen sei. Allerdings schloss es die Möglichkeit einer Fußfessel nicht aus. Das hatte die Staatsanwaltschaft gefordert.

Auf den Zivilrechtsweg verwiesen Die als Privatbeteiligte auftretenden Angehörigen wurden mit ihren über ein bestimmtes Ausmaß hinausgehenden Forderungen auf den Zivilrechtsweg verwiesen.

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Zwei Tote forderte ein Horror-Unfall im Bartelkreuztunnel am Traunsee in Oberösterreich – am Dienstag stand Todeslenker Michael U. (51) in Linz vor Gericht. Obwohl er nur zu vier Monaten Haft verurteilt wurde, will der Porsche-Manager nicht ins Gefängnis gehen – stattdessen eine Fußfessel tragen …

Das ganze Drama vom Traunsee: Am 7. August 2010 setzte sich U. mit 0,23 Promille Alkohol im Blut in einen ausgeborgten Ford GT (710 PS stark, von 0 auf 200 km/h in knapp acht Sekunden). In einen Tunnel, in dem nur Tempo 70 erlaubt ist, raste er mit 170 hinein, verlor auf der Salzkammergutstraße die Kontrolle über den Wagen – und donnerte gegen den Transporter von Günther Lemmerer (67). Der Sportveranstalter war sofort tot. Auch U.’s Beifahrer und Freund, AUA-Pilot Oliver Hörzing (43), starb bei dem Unfall. Am Dienstag beim Prozess gab sich U. kleinlaut – und fasste die milde Strafe von vier Monaten Haft aus. Ob er wirklich im Knast bleiben muss oder mit Fußfessel freigehen darf, entscheidet der Anstaltsdirektor bei Haftantritt.

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Der tragische Verkehrsunfall im Bartelkreuztunnel vom 7. August 2010 bei Ebensee hatte am 4. November 2010 ein erstes gerichtliches Nachspiel. Der Todeslenker Michael U. ging in Berufung. Heute Dienstag musste sich der 51-jährige Manager erneut im Berufungsverfahren in Linz dem Oberlandesgericht stellen. Der Manager war, wie berichtet, mit bis zu 170 km/h durch die Traunseetunnel gerast, hatte im Temporausch zwei Menschen getötet. Es war der 7. August 2010. Nach einem Lokalbesuch in Traunkirchen fuhren Michael U. und sein Freund, AUA-Pilot Oliver Hörzing (43), mit einem geliehenen 710 PS-starken Ford GT 40 auf der B145 in Richtung Ebensee. Um 20.45 Uhr passierte dann im Bartelkreuztunnel der tödliche Unfall. Etwa 300 Meter nach der Tunneleinfahrt verlor U. die Herrschaft über den Wagen, das Auto hob regelrecht ab und donnerte frontal in den entgegenkommenden Kleintransporter des Ebenseer Sportfunktionärs Günther Lemmerer (67). Für den Organisator des Feuerkogel-Berglaufs kam jede Hilfe zu spät. Lemmerer starb noch an der Unfallstelle. Auch U.s Beifahrer Oliver Hörzing, Sohn des früheren Gmundner Bezirkshauptmanns Edgar Hörzing, überlebte den Unfall nicht. Berufungsverfahren am OLG Linz Nach einer gut 2 stündigen Verhandlung fällten die zuständigen Richter im Fall des zweifach tödlichen Verkehrsunfalls im Bartelkreuztunnel bei Ebensee ein Urteil. Der 51-jährige Unfalllenker und Manager aus Gmunden fasste nun im Berufungsverfahren vier Monate unbedingt auf 3 Jahre Bewährung aus.

Mit diesem Urteil schloss sich das OLG der Meinung und dem Entschluss des 1. Gerichtes an. Von Seiten des Oberlandesgerichtes wurden ergänzend von der Verkehrsstrafrechtsabteilung drei einschlägige Verwaltungsübertretungen als Beweis vorgelegt. U. habe laut den Aufzeichungen der BH Gmunden in den letzten fünf Jahren drei einschlägige Geschwindigkeitsübertretungen begangen. U. wurde beispielsweise in einer 50km/h Zone mit mehr als 81km/h und in einer 70er Zone mit mehr als 101km/h geblitzt. U. verteidigte sich, dass er im Jahr mehr als 100.000 Kilometer beruflich fahre und die drei Delikte der Geschwindigkeitsübertretung bei der Höhe der zurückgelegten Kilometer leider passsiert sind. Das Urteil: 18 Monate Haft, davon vier Monate „scharf“. 120.000 Euro Trauerschmerzensgeld an die Angehörigen. Und für ein Jahr keinen Führerschein. Mildernd wirkte das volle Geständnis, dass U. selbst 5 Tage auf der Intensivstation lag, seinen besten Freund verlor, Reue zeigte und sofort sich für eine Schadenswiedergutmachung einsetzte. Erschwerend jedoch die exorbitante Geschwindigkeit sowie der Umstand, dass der tragische Unfall zwei Tote forderte. Das Urteil ist rechtskräftig. „Scheidung und körperliche Beeinträchtigung“ Die persönlichen Folgen: Seine Frau habe sich von ihm scheiden lassen, er sei körperlich beeinträchtigt, bei den von der Haftpflicht geleisteten Zahlungen an die Angehörigen der Toten stünden Regressforderungen im Raum. Das geborgte und zerstörte Auto habe er bezahlen müssen. Das Berufungsgericht blieb angesichts des hohen Verschuldensgrades – der Angeklagte war mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit gefahren – dabei, dass ein Teil der Strafe unbedingt zu verbüßen sei. Allerdings schloss es die Möglichkeit einer Fußfessel nicht aus. Das hatte die Staatsanwaltschaft gefordert.

Auf den Zivilrechtsweg verwiesen Die als Privatbeteiligte auftretenden Angehörigen wurden mit ihren über ein bestimmtes Ausmaß hinausgehenden Forderungen auf den Zivilrechtsweg verwiesen.

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Gmunden/Linz: Der tragische Verkehrsunfall im Bartelkreuztunnel vom 7. August 2010 bei Ebensee (wir berichteten) hatte am 4. November 2010 ein erstes gerichtliches Nachspiel. Dem 50-jährigen Gmundner Manager Michael U. wurde fahrlässige Tötung unter besonders schweren Verhältnissen vorgeworfen. Er sei mit einem PS-starken Sportwagen mit weit überhöhter Geschwindigkeit in die Tunnelkette Traunsee eingefahren und löste durch eine riskante Fahrweise einen zweifach-fatalen Horrorcrash aus. Michael U. selbst überlebte den schweren Unfall. Notärzte kämpften acht Tage lang am LKH-Bad Ischl auf der Intensivstation um das Leben des 50-jährigen Unfalllenkers, der einen Serienrippenbruch sowie Verletzungen an der Lunge davon trug. Für die zwei Persönlichkeiten – den Ebenseer Sportfunktionärs Günther Lemmerer (67) sowie den 43-jährige Ebenseer Flugkapitän der AUA und Obmann des Wasserflugvereines Salzkammergut Oliver Hörzing kam jede Hilfe zu spät. Sie erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Keine Erinnerung an Unfallhergang Bei der ersten Verhandlung zeigte sich der 50-jährige Michael U. voll geständig und bedauert die ausgelöste Unfalltragödie. „Mir tut es wahnsinnig leid und vorallem, dass man es nicht mehr rückgängig machen kann!“, so der Beschuldigte vor der Richterin Birgit Ahammer. Bei der Befragung durch die Richterin sagte U., dass er sich an absolut nichts mehr erinnern könne. Weder an den Unfallhergang noch an den Moment, als er in den Sportwagen stieg. Todeslenker Michael U. muss sich in Linz erneut vor Gericht verantworten Oliver Hörzing´s Lebensgefährtin sagte als Zeugin vor Gericht aus: „Gegen 20.00 Uhr habe ich gemeinsam mit Oliver die Greisslerei in Traunkirchen betreten. U. war bereits mit einer Gruppe Freunden und Bekannten vor Ort. Noch bevor Oliver sein bestelltes Bier serviert bekam, verließ er ohne ein Wort zu sagen mit U. das Lokal!“ Zwei weitere Zeugen wurden einvernommen und bestätigten, dass U. mit einer Gruppe von etwa 13 Personen in der Greisslerei in Traunkirchen verweilte, dabei in der Gruppe mehrere Flaschen Wein serviert wurden. Auch, dass U. bereits am Nachmittag mit einer größeren Gruppe im Yachtclub in Gmunden verweilte wurde der Richterin bestätigt. Wieviel Alkohol U. an diesem Tag zu sich genommen hatte, konnte aber kein Zeuge genau sagen. Laut Gutachten hatte der 50-Jährige 0,23 Promille Alkohol im Blut. 12 Monate Fahrverbot und 18 Monate teilbedingt Michael U. wurde bereits für 12 Monate von Seiten der Behörde der Führerschein entzogen. Das Urteil der Richterin: der zweifache Familienvater wurde nach §81 wegen fahrlässiger Tötung unter besonders schweren Verhältnissen zu 18 Monaten Teilbedingt, davon 12 Monate bedingt und 6 Monate unbedingt bestraft. Als mildernd kam zu tragen, dass U. voll geständig war, einen geordneten Lebenswandel führte und bislang volle materielle Hilfe im Umfang von über 86.160 Euro den Familienangehörigen zusprach. U. beantragte nach der Urteilsverkündung 3 Tage Bedenkzeit und ging danach in Berufung. Für

U. gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Berufungsverhandlung in Linz Am 10. Mai muss sich der 50-jährige Gmundner Manager erneut vor Gericht verantworten. Dann geht das Berufungsverfahren in die nächste Runde. Wir halten sie auf dem Laufenden.

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